Was ist ein Kleinkredit?

Kleinkredite sind Kredite, bei denen der Kreditbetrag vergleichsweise gering ausfällt. IM Grunde genommen unterscheiden sich die Kleinkredite nicht von Ratenkrediten. Dass heißt, dass die Tilgung und die Verzinsung auch bei Kleinkrediten in Form monatlicher Raten erfolgt, die ab der Auszahlung des Kreditbetrages fällig werden. Die Laufzeiten liegen allerdings meist deutlich unterhalb der für Ratenkredite üblichen Zeiträume. So belaufen sich die Kreditlaufzeiten bei Kleinkrediten meist nur auf höchstens 24 Monate.

Die Kreditbeträge reichen meist nur bis zu 5.000 Euro. Da der Übergang von Kleinkrediten zu Ratenkrediten fließend ist und sich die Produkte kaum voneinander unterscheiden, differenzieren viele Banken gar nicht zwischen Kleinkrediten und normalen Ratenkrediten, sondern bieten beide Produkte unter einem Namen an.

Zu unterscheiden sind Kleinkredite von den sogenannten Kleinstkrediten. Kleinstkredite belaufen sich oft nur auf einige hundert Euro und werden vor allem in Entwicklungsländern vergeben. In Industrienationen sind Kleinstkredite hingegen weitestgehen unbekannt, da kaum eine Bank Kleinstkredite vergibt. Dies liegt vor allem an den hohen Fixkosten, die den Banken bei der Kreditvergabe entstehen.

Anders als bei Kleinstkrediten sind die Zinsen für Kleinkredite relativ gering. Dadurch, dass es sich um einen Kreditbetrag handelt der relativ leicht zurückzuzahlen ist und aufgrund der Tatsache, dass der Ertrag beim Kleinkredit in einem vernünftigen Verhältnis zum Aufwand steht, können Kleinkredite zu vergleichsweise günstigen Zinsen vergeben werden.

Die Voraussetzungen, die man als Kreditnehmer erfüllen muss, um einen Kleinkredit zu erhalten sind nicht so hoch, wie bei größeren Ratenkrediten. Wichtig ist, dass der Kreditnehmer ein ausreichendes Einkommen zur Verfügung hat. Viele Banken vergeben Kleinkredite auch dann, wenn der Kunde auf den ersten Blick keine Kreditwürdigkeit besitzt. Bei der Vergabe von Kleinkrediten spielt Vertrauen nämlich eine besonders wichtige Rolle.