Kreditinstitute / Kreditbanken

Kreditinstitute oder Kreditbanken sind Banken, deren Geschäftsmodell auf dem Verleihen von Geld beruht. Für diese Dienstleistung erhalten die Banken eine Vergütung von den Kreditnehmern. Dabei spricht man von den Zinsen. Das grundsätzliche Geschäftsprinzip von Kreditinstituten beruht darauf, Einlagen, die die Kunden in Form von Sparbüchern oder Kontoguthaben bei den Banken unterhalten, in Form von Krediten an Unternehmen und Privatpersonen zu vergeben.

Zwar müssen die Kreditinstitute den Kunden im Einlagenbereich Zinsen bezahlen, allerdings liegen die Zinsen im Einlagenbereich unterhalb der Zinsen im Kreditbereich, sodass sich für die Banken eine Gewinnspanne ergibt. Die Höhe dieser Gewinnspanne hängt vor allem vom allgemeinen Zinsniveau, der Nachfrage nach Krediten und der Konkurrenz ab.

Deutschland ist eines der Länder, in denen es die meisten Bankfilialen pro Kopf gibt. Auch die Zahl der Finanzberater ist in Deutschland stark überdurchschnittlich im internationalen Vergleich. So gibt es verschiedenen Zeitungsberichten zur Folge schätzungsweise einen Finanzberater für nur 160 Bundesbürger.

Mittlerweile haben sich in Deutschland bestimmte Arten von Kreditinstituten herausgebildet. Neben den öffentlich rechtlichen Sparkassen, existieren zahlreiche genossenschaftliche Institute. Darüberhinaus gibt es privatwirtschaftliche Großbanken, die als Universalbanken firmieren. In den letzten Jahren sind auch zahlreiche Direktbanken entstanden, die ihren Kunden nicht mit zahlreichen Filialen begegnen, sondern nur über direkte Kommunikationsmittel wie Telefon, Brief und Internet erreichbar sind.